Home Rundgang ‘De arte venandi cum avibus’: Friedrich II., die Wissenschaft und die Falknerei

‘De arte venandi cum avibus’: Friedrich II., die Wissenschaft und die Falknerei

Die Falkenjagd war die große Leidenschaft des Kaisers Friedrich II. von Schwaben, die nicht nur eine praktische Tätigkeit und eine Übung für die Adligen war, sondern auch eine geistige Tätigkeit und eine Demonstration von Wissen. Dies zeigt sich deutlich in seinem lateinischen Traktat über die komplexe und raffinierte Kunst, mit Vögeln zu jagen, mit dem Titel De arte venandi cum avibus ("Über die Kunst, mit Vögeln zu jagen"). In diesem Werk - das in seiner umfassendsten Form in sechs Büchern strukturiert ist - werden die Techniken der Aufzucht, Ausbildung und Jagd mit Vögeln als eine eigentliche Wissenschaft präsentiert: Zuweilen erscheint es sogar als eine komplexe Behandlung der Ornithologie. Mit seinem innovativen experimentellen Ansatz erklärt sich Friedrich selbst zum "Forscher und Liebhaber des Wissens" und setzt sich das Ziel, "die Dinge so deutlich zu machen, wie sie sind". Damit bietet er eine bedeutende Zeugniserklärung für einen bedachten wissenschaftlichen Zugang zur Naturwelt, der Weisheit, Engagement und Hingabe erfordert.

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